Die Bundespressekonferenz ist weltweit eine Besonderheit. Hier lädt nicht die Regierung Journalist*innen ein, sondern die Journalist*innen haben die Regierung zu Gast. Sie wurde 1949 als Konsequenz aus der NS-Zeit gegründet. Damals diktierte das Propagandaministerium, was die Journalist*innen schreiben sollten. Nach dem Fall des NS-Regimes wollten Journalist*innen ein System schaffen, in dem sie die Regierung befragen und somit kontrollieren können.
Doch funktioniert das noch? Wer die Bundespressekonferenz regelmäßig verfolgt, hat bestimmt schon des Öfteren von Regierungssprecher*innen den Satz „Das wird nachgeliefert“ gehört. Doch wie oft passiert das eigentlich? Und werden die Antworten tatsächlich nachgereicht?
Um das zu klären, haben wir sämtliche Transkripte der Bundespressekonferenzen der Regierung gesammelt, verschlagwortet und durchsuchbar gemacht. Der Datensatz umfasst mehr als 1.700 Protokolle aus 12 Jahren. Insgesamt enthält das Archiv mehr als 11 Millionen Wörter.
Eine erste Auswertung zeigt: In den letzten fünf Jahren sagen Regierungssprecher*innen zunehmend, dass sie die Informationen nachliefern werden. Mittlerweile fällt in etwa der Hälfte der Regierungspressekonferenzen das Wort „nachliefern“. Doch wird auch tatsächlich nachgeliefert?
Dies ist eine der Fragen, denen wir mit dem Start dieses Projekts nachgehen wollen. Wir wollen gemeinsam mit anderen Journalist*innen, aber auch Forschenden und allen anderen Interessierten herausfinden, welche Fragen zu welchen Themen besonders häufig unbeantwortet bleiben. Wir aktualisieren die Transkripte stetig. Klickt euch durch, kommentiert oder schreibt uns, wo wir noch einmal nachfragen und Antworten vielleicht sogar einklagen sollten.
Wie Du den Datensatz nutzen kannst:
- Frag selbst nach: Beantworten Regierungsvertreter*innen die Fragen nicht, könnt ihr selbst mit wenigen Klicks nachhaken: Unser Tool ermöglicht euch, die fehlenden Informationen direkt per Informationsfreiheitsgesetz anzufragen.
- Folge deinem Thema: Du willst direkt informiert werden, sobald in der Regierungspressekonferenz über ein bestimmtes Thema gesprochen wird? Wir machen’s möglich! Richte Dir Deinen persönlichen Newsletter ein, damit Du die neusten Pressekonferenzen direkt in Dein Postfach bekommst, wenn über Deine Themen gesprochen wird.
- Finde raus, was wann im Fokus steht: Wann wurde erstmals über die Streichung der Förderung für Demokratieprojekte gesprochen? Stimmt es, dass niemand mehr übers Klima redet? Und spricht die Bundesregierung eigentlich über „Flüchtlinge“ oder „Geflüchtete“ – und wann hat sich das geändert? Mit unserem Tracker kannst Du nachvollziehen, wann, wie und wie oft in den letzten Jahren über ein Thema gesprochen wurde und wie sich der Diskurs verändert hat. Dabei kannst Du auch verschiedene Begriffe im Laufe der Zeit vergleichend analysieren.
→ Hier geht es zum Datensatz
Dieses Projekt wird gefördert vom Media Forward Fund.
PakarPBN
A Private Blog Network (PBN) is a collection of websites that are controlled by a single individual or organization and used primarily to build backlinks to a “money site” in order to influence its ranking in search engines such as Google. The core idea behind a PBN is based on the importance of backlinks in Google’s ranking algorithm. Since Google views backlinks as signals of authority and trust, some website owners attempt to artificially create these signals through a controlled network of sites.
In a typical PBN setup, the owner acquires expired or aged domains that already have existing authority, backlinks, and history. These domains are rebuilt with new content and hosted separately, often using different IP addresses, hosting providers, themes, and ownership details to make them appear unrelated. Within the content published on these sites, links are strategically placed that point to the main website the owner wants to rank higher. By doing this, the owner attempts to pass link equity (also known as “link juice”) from the PBN sites to the target website.
The purpose of a PBN is to give the impression that the target website is naturally earning links from multiple independent sources. If done effectively, this can temporarily improve keyword rankings, increase organic visibility, and drive more traffic from search results.